Zwei junge Männer spielen Gitarre

Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Von Afghanistan nach Deutschland sind es Luftlinie knapp 5000 Kilometer. Der 16-jährige Ali Reza hat sie in einem Zeitraum von neun Monaten zurückgelegt – alleine und zu Fuß. Über das, was ihm in seinem Heimatland widerfahren ist, will er nicht sprechen. Nur über seine lange, beschwerliche Reise durch die Türkei, Pakistan, Griechenland und Italien. Darüber, dass er unterwegs von einem Auto angefahren und schwer am Bein verletzt wurde. Und darüber, dass er froh ist, jetzt in Sicherheit zu sein.

 

Schwere psychische Belastungen


Ali Reza ist einer von insgesamt 50 Flüchtlingen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, die jetzt in der Jugendhilfe Marienhausen im Rheingau ein neues Zuhause gefunden haben. Die meisten von ihnen leben in Wohngemeinschaften mitten in der Gesellschaft. Ali Reza teilt sich mit zehn anderen Mädchen und Jungen ein kleines Haus in einer freundlichen, ganz "normalen" Wohnsiedlung. Qualifizierte Pädagogen stehen ihnen hier im Schichtdienst rund um die Uhr zur Seite. Zusätzlich bekommen sie regelmäßig Besuch von einem Psychologen. „Die meisten der jungen Flüchtlinge sind nicht nur völlig entkräftet, wenn sie zu uns kommen, sondern leiden auch unter schweren psychischen Belastungen“, weiß Michael Scheuer, Leiter der Jugendhilfe Marienhausen.

 

Ein Freizeitbereich für neuen Lebensmut

 

Sie alle gehen zur Schule, alle in dieselbe Klasse, wo der Unterricht auf das Deutschlernen ausgerichtet ist. Das ist jetzt erst einmal das größte Ziel, das die Jugendlichen ehrgeizig verfolgen. Denn sie wissen genau: Die Sprache ist es, die ihnen den Weg ebnen wird. Da ist zum Beispiel Naomi aus Eritrea, die Köchin werden will. Meti aus Äthiopien hat sich sogar ein Ingenieursstudium zum Ziel gesetzt. Doch in ihrer Freizeit fällt den jungen, quirligen Menschen, die ja monatelang auf Reisen und in Aktion waren, oft "die Decke auf den Kopf". Dunkle Erinnerungen kommen hoch. Fragt man sie, was sie dann – ganz akut – am meisten brauchen, fällt die Antwort unerwartet und einstimmig aus: Sie haben das dringende Bedürfnis, Sport zu treiben und sich zu bewegen. Deshalb würden sie gerne in einem leerstehenden Gebäude, angrenzend an ihre Unterkunft, einen Freizeitbereich aufbauen. Geplant sind eine Tischtennisplatte, ein kleiner Fitnessbereich, ein Basketballkorb und eine Kletterwand. Doch für die Ausstattung fehlt es noch an finanziellen Mitteln.

 

Sie können helfen!

 

Die Josefs-Gesellschaft (JG) hat sich zum Ziel gesetzt, 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit Wohn- und Bildungsangeboten zu unterstützen. Mit einer Spende können Sie helfen! Sie schenken damit Kindern und Jugendlichen aus Kriegs- und Krisengebieten neuen Lebensmut und neue Hoffnung. Dafür sagen wir Ihnen schon jetzt von Herzen:

DANKE!

Sie können helfen!

Spendenbutton zum Onlinespenden

Mit einer Spende an den Josefs-Gesellschaft e.V. können Sie die Flüchtlinge in der Jugendhilfe Marienhausen sowie in anderen Einrichtungen der Josefs-Gesellschaft unterstützen.

Spendenkonto:
Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE05370205000001068400
BIC: BFSWDE33XXX
Spendenzweck: "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge"

Oder spenden Sie einfach online, indem Sie auf oben auf den entsprechenden Button klicken.

Die Jugendhilfe Marienhausen

Gebäudefoto der Jugendhilfe Marienhausen

Die Jugendhilfe Marienhausen bei Rüdesheim kümmert sich normalerweise um Kinder und Jugendliche, die aufgrund von massiven Problemen in der eigenen Familie – zum Beispiel Drogenmissbrauch oder Gewalt – Schutz und Hilfe brauchen. Seit dem 1. August 2015 nimmt die Einrichtung zusätzlich unter 18-jährige Flüchtlinge auf, die auf sich allein gestellt sind und in Deutschland niemanden haben – außer sich selbst.