Eine Gruppe lachender Kinder
27.06.13 09:51 Alter: 5 yrs
Kategorie: JG Pressemitteilungen, Top News
27.06.13

Trainee-Programm JG-weit gestartet

Acht junge Männer und Frauen haben es geschafft: Sie qualifizieren sich in einem zweijährigen Trainee-Programm für künftige Führungsaufgaben in der JG-Gruppe.


Die acht Trainees zusammen mit den beiden JG-Geschäftsführern

Manfred Schulte und Dr. Theodor-Michael Lucas, Personalleiter Frank Mühr (2. v.r.) und Achim Steinbusch, Fachbereichsleiter Personal im Vinzenz-Heim (ganz rechts), hießen die Trainees herzlich willkommen: (v.l.n.r.) Carola Mahler, Florian Rehm, Vanessa Glomb, Sybille van Haaren, Andrea Kehler, Steffen Schönsee, Stephan Berner und Benita Huptasch.

Der demografische Wandel schreitet voran und stellt Unternehmen in Deutschland vor besondere Herausforderungen. Diese machen auch vor sozialen Unternehmen nicht Halt: Immer weniger Geburten, immer weniger Nachwuchs auf dem Arbeitsmarkt und zugleich eine rapide wachsende Anzahl alter und pflegebedürftiger Menschen.


Ein Instrument, um diesem Wandel zu begegnen, ist die Einführung eines Trainee-Programms auf JG-Ebene. Das Programm haben verschiedene Vertreter aus den JG-Einrichtungen im Jahr 2012 ausgearbeitet. Es richtet sich sowohl an Mitarbeiter der einzelnen Häuser als auch an Fach- bzw. Hochschulabsolventen.
Zu den Lerninhalten gehören zum Beispiel Projektleitung, Koordination und strategische Entwicklung. Insbesondere in den Bereichen Casemanagement, Qualitätsmanagement, Pflegedienstleitung und Wohnbereichsleitung werden laut einer Bedarfsumfrage in den JG-Einrichtungen Stellen vakant. Ziel ist es, dass die Trainees diese Stellen nach erfolgreichem Abschluss des Programms besetzen.


Was ist ein Trainee?


Ein Trainee ist in der Regel ein Hochschulabsolvent, der in einem Unternehmen systematisch als Nachwuchskraft aufgebaut wird. Dies erfolgt durch ein Trainee-Programm mit aufeinander abgestimmten Einsätzen in verschiedenen Abteilungen, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen. Die Trainees der JG-Gruppe durchlaufen in dem zwei Jahre dauernden Programm viele verschiedene Stationen, bei denen sie die unterschiedlichen Einrichtungen und Aufgaben kennen lernen.


Theorie und Praxis


Beim Einsatz der Trainees ist es wichtig, dass sie, unabhängig von der Abteilung, in der sie tätig sind, einen festen Ansprechpartner in der jeweiligen Einrichtung haben. Während der gesamten Trainee-Zeit steht ihnen darüber hinaus ein „Pate“ als fester Ansprechpartner zur Seite.


Während ihres Aufenthalts in den Einrichtungen sollen die Trainees möglichst in ein oder zwei Projekten mitarbeiten. Außerdem erhalten sie einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Tätigkeitsfelder der jeweiligen Einrichtung. Auch praktischer Einsatz ist gefragt und im Programm vorgesehen, zum Beispiel im Pflegebereich oder in der Wohngruppenbetreuung. Neben den Stationen in den Einrichtungen nehmen die Trainees an übergreifenden Schulungen teil, in denen sowohl allgemeine Führungskompetenzen als auch „JG-Basics“, wie das Qualitätsmanagementsystem eQuass oder die personenzentrierte Leistungsplanung, vermittelt werden. Die Schulungen erfolgen sowohl durch Externe als auch durch JG-Mitarbeiter.


Im Anschluss an jede Praxisstation haben die Trainees anhand eines Beurteilungsbogens die Möglichkeit, ihre Tätigkeit zu reflektieren und dabei vielleicht auch für die JG-Gruppe und die jeweilige Einrichtung Verbesserungsvorschläge zu formulieren. Dies wird mit zunehmender Dauer des Programms immer wichtiger, weil dann auch Vergleiche zwischen den Einrichtungen möglich sind. Zusätzlich werden mit dem Trainee in einem an das JG-Mitarbeiterentwicklungsgespräch angelehnten Feedbackgespräch die Entwicklungsmöglichkeiten erörtert.


Acht von 300


Aus über 300 Bewerbungen wurden nach einer Vielzahl von Vorstellungsgesprächen 18 Bewerber ausgewählt, die sich in zwei eineinhalbtägigen Auswahlverfahren in Assessment-Centern noch einmal intensiv vorstellten. Hierbei ging es in erster Linie darum, das mögliche Potential der Kandidaten kennen zu lernen. Acht von ihnen – darunter zwei langjährige JG-Mitarbeiter – haben es geschafft, so auch Steffen Schönsee und Carola Mahler.


Steffen Schönsee ist diplomierter Gesundheitsökonom und hat gerade sein Studium an der Universität zu Köln abgeschlossen. Seine erste Station ist die JG-Zentrale. „Ich wurde sofort in Projekte einbezogen und sehr freundlich aufgenommen“, sagt der 27-Jährige, der während seiner Studienzeit jeweils drei Jahre lang in der Versorgungsentwicklung eines Krankenhauses und als Pflegerische Hilfskraft für Menschen mit Behinderung gearbeitet hat. „Die Kollegen und Vorgesetzten haben sich viel Zeit genommen und ich habe nach den ersten Wochen schon einen guten Einblick bekommen.“ Auch Carola Mahler ist mit ihrem Einstieg zufrieden. Sie hat ihr Trainee-Programm im Vinzenz-Heim in Aachen begonnen. „Ich habe direkt an diversen Konferenzen teilgenommen und viele Bereiche und Mitarbeiter kennen gelernt“, berichtet die 25-Jährige Diplom-Pädagogin, die einen Beruf anstrebt, in dem sie mit und für Menschen arbeiten und zugleich ihre Potentiale voll entwickeln kann. Auch sie kann bereits Berufserfahrung aus dem sozialen Bereich vorweisen: Neben ihrem Studium arbeitete sie als Pflegehelferin in einem Seniorenheim. Freundlich aufgenommen wurde sie nicht nur von ihren neuen Kollegen, sondern auch von den Menschen mit Behinderung in den Wohngruppen: „Sie haben mir stolz ihre Zimmer und sogar selbst verfasste Gedichte gezeigt“, freut sich Carola Mahler.