Eine Gruppe lachender Kinder
01.10.15 14:40 Alter: 2 yrs
Kategorie: JG Pressemitteilungen
01.10.15

Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Vertreter aus den Einrichtungen der Josefs-Gesellschaft entwickelten im Rahmen eines Workshops Ideen für realisierbare Angebote. Ziel ist es, 200 Kinder und Jugendliche zu unterstützen - etwa mit Wohnraum und dem Anschluss an Schule und Ausbildung.


Foto: Prof. Dr. Christian Bernzen informierte die Teilnehmer über rechtliche Voraussetzungen und entwickelte mit ihnen gemeinsam Ideen für Hilfe-Angebote.

Prof. Dr. Christian Bernzen informierte die Teilnehmer über rechtliche Voraussetzungen und entwickelte mit ihnen gemeinsam Ideen für Hilfe-Angebote.

„Migration und Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge als Herausforderung und Chance für Träger der sozialen Arbeit“ lautete das Thema eines Workshops, an dem in der vergangenen Woche Vertreter aus nahezu allen Einrichtungen der Josefs-Gesellschaft teilnahmen. Dozent war Prof. Dr. Christian Bernzen, Professor für Rechtsfragen der sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Auch JG-Geschäftsführer Manfred Schulte nahm an der Veranstaltung teil. „Wir in der Josefs-Gesellschaft haben uns zum Ziel gesetzt, 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu unterstützen – indem wir ihnen zum Beispiel Wohnraum zur Verfügung stellen und ihnen den Anschluss an Schule und Ausbildung ermöglichen“, so Schulte.


In einigen JG-Einrichtungen bestehen bereits entsprechende Angebote, zum Beispiel in der Jugendhilfe Marienhausen (Sankt Vincenzstift in Aulhausen): Hier wohnen elf unter 18-Jährige, die ohne ihre Eltern oder Personensorgeberechtigten außerhalb ihres Herkunftslandes Schutz vor Verfolgung suchen, und werden pädagogisch und psychologisch betreut. Auch das Heinrich-Haus in Neuwied hat der Kommune bereits 24 Wohnplätze für Flüchtlinge zugesagt.


Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer konkrete Ideen und überprüften Sie mit Hilfe von Prof. Bernzen auf ihre Machbarkeit. Das Fazit: „Mit Ihren bundesweit 17 Einrichtungen und einem breiten Leistungsspektrum haben Sie eine Fülle an Kompetenzen und das passende Know-How, mit dem Sie in dieser Krise wirksam helfen können“, betonte Bernzen. Die Teilnehmer sind jetzt dazu aufgefordert, konkrete Konzepte zu entwickeln und sie der zuständigen Projektgruppe vorzulegen.