Eine Gruppe lachender Kinder
23.03.16 09:16 Alter: 2 yrs
Kategorie: JG Pressemitteilungen, Top News
23.03.16

"Dran bleiben und weitermachen"

Drei Auszubildende der Berufsbildungswerke der Josefs-Gesellschaft haben am Dienstag den Heinrich-Sommer-Preis erhalten.


Daniel Kirfel, Michelle Fortmeier und Dennis Caspari auf dem Dach der JG-Zentrale in Köln.

Die Freude war ihnen deutlich anzusehen: Daniel Kirfel, Michelle Fortmeier und Dennis Caspari auf dem Dach der JG-Zentrale in Köln.

Allen Schicksalsschlägen und Herausforderungen zum Trotz haben sie ihre Chancen genutzt und stehen jetzt selbstständig mitten im Leben: Michelle Fortmeier, Daniel Kirfel und Dennis Caspari. Für hervorragende Leistungen im Rahmen ihrer Ausbildung – insbesondere im vergangenen Jahr – wurden sie am Dienstag mit dem Heinrich-Sommer-Preis 2015 ausgezeichnet. Diesen Preis, dotiert mit 500 Euro, verleiht die Josefs-Gesellschaft (JG) jährlich an jeweils einen Auszubildenden ihrer drei Berufsbildungswerke (BBW). „Mit hervorragenden Leistungen meinen wir nicht nur das Wissen und Können, das Sie sich erarbeitet haben, sondern auch Ihre Entwicklung zu einer starken, selbstbewussten Persönlichkeit“, betonte Dr. Theodor-Michael Lucas, Sprecher der JG-Geschäftsführung. „Auf all das können Sie sehr stolz sein, und wir wollen heute Ihre Freude am Erfolg mit Ihnen teilen.“


Dies geschah im Rahmen einer Feierstunde in der Kölner JG-Zentrale. Dort wurden die Preisträger im Beisein ihrer Angehörigen, Ausbilder und Ausbildungsleiter von JG-Geschäftsführer Manfred Schulte mit einer individuellen Laudatio geehrt. So auch Michelle Fortmeier, die zurzeit eine Ausbildung zur „Fachpraktikerin für personale Dienstleistungen“ im BBW des Josefsheims in Bigge absolviert. Sie gehört zur ersten Generation Auszubildender, die diesen noch relativ neuen Beruf erlernen. Künftig wird sie Menschen mit Behinderung, alte oder kranke Menschen im Alltag begleiten und unterstützen. „Dass dieser Beruf genau der Richtige für Sie ist, haben Sie schon jetzt vielfach unter Beweis gestellt“, lobte Schulte. Zum Beispiel während eines Praktikums im Haus Teresa, einem Wohnhaus des Josefsheims für junge Erwachsene mit Behinderung. „Die Mitarbeiter und Bewohner dort hätten Sie am liebsten sofort da behalten“, so der Geschäftsführer, „denn Sie haben ein natürliches Gespür dafür, was die Menschen gerade brauchen und wo Hilfe gefragt ist.“ Michelle Fortmeier wird voraussichtlich im kommenden Sommer ihre Ausbildung abschließen. Sie wünscht sich eine Stelle in einem Seniorenheim in ihrer Heimat Delbrück, wo sie schon seit ihrem 15. Lebensjahr immer wieder begeistert als Praktikantin tätig ist. „Es gibt mir sehr viel, wenn ich alten Menschen helfen kann und dann das Lächeln und die Fröhlichkeit in ihren Augen sehe“, erklärte die 21-Jährige. Im BBW habe sie neben ihren fachlichen Kompetenzen vor allem gelernt, "mutig zu sein und sich etwas zutrauen“.

 
„Viel Rückhalt erlebt“


Daniel Kirfel hat seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im BBW des Heinrich-Hauses in Neuwied bereits im Sommer 2015 abgeschlossen, mit der Gesamtnote „Gut“. „Das allein ist schon eine hervorragende Leistung, zu der man Sie nur beglückwünschen kann“, betonte Schulte in der Laudatio.  Daniel Kirfel habe unter anderem das Talent, sich intensiv, mit viel Liebe zum Detail, in schwierige Sachverhalte einzuarbeiten und dabei nicht locker zu lassen. Doch damit nicht genug: Direkt im Anschluss fand der 27-Jährige eine unbefristete Stelle bei der Verbandsgemeindeverwaltung Bodenheim, wo er seitdem für die Verwaltungsbereiche „Kindertagesstätten“, „Rentenangelegenheiten" und "Flüchtlinge" zuständig ist. Was so aussieht wie ein reibungsloser und solider beruflicher Werdegang, war ein Weg voller Herausforderungen. Denn Daniel Kirfel ist seit seinem 19. Lebensjahr stark sehbehindert. „Der Heinrich-Sommer-Preis ist für mich eine Bestätigung dafür, dass ich einiges richtig gemacht habe“, freut er sich. In seiner Ausbildung habe er „sehr viel Rückhalt erlebt“, und das habe ihm ermöglicht, sich auf seine Ausbildung zu konzentrieren – ohne zugleich diverse andere „Baustellen des Lebens“ meistern zu müssen. Den jetzigen Auszubildenden rät er, „auf jeden Fall dran zu bleiben und auch bei Schwierigkeiten immer weiterzumachen“.


„Nicht den Chef ärgern“


Auch Dennis Caspari ist im Berufsleben angekommen: Im Januar 2016 beendete er seine Ausbildung zum Beikoch im BBW des Benediktushofs in Maria Veen. Und dann hieß es: Einmal kurz durchatmen, denn schon zwei Tage später trat er eine unbefristete Stelle in einem kanadischen Restaurant an. „Man kann also sagen: Sie sind so richtig durchgestartet“, brachte Schulte es auf den Punkt und lobte: „Dass der Übergang von der Ausbildung zum Beruf so schnell geklappt hat, haben Sie sich selbst erarbeitet.“ Denn in dem kanadischen Restaurant in der Nähe von Borken, in dem der 22-Jährige jetzt beschäftigt ist, hatte er zuvor als Praktikant sein Können unter Beweis gestellt. Und es gab noch ein weiteres Erfolgserlebnis, über das sich Dennis Caspari freuen konnte: Als erster Beikoch überhaupt gewann er im April 2015 den Kochwettbewerb um die „Goldene Kartoffel“ in Heiden. „Gute Ergebnisse motivieren mich sehr“, sagt Dennis Caspari. Während seiner Ausbildung im BBW habe „alles perfekt gepasst“, vom Ausbilder bis hin zum 16-köpfigen Team in der Großküche, wo seine Geschichte heute den nachfolgenden Auszubildenden Mut macht. Ob er für sie einen besonderen Tipp hat? „Nicht den Chef ärgern“, sagt Dennis Caspari augenzwinkernd.

 

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