Eine Gruppe lachender Kinder
01.04.15 09:18 Alter: 3 yrs
Kategorie: Top News, JG Pressemitteilungen
01.04.15

"Die Chancen nutzen musste ich schon selbst"

Heinrich-Sommer-Preis ging an drei Auszubildende der Berufsbildungswerke.


Stolz präsentieren die drei Preisträger ihre Urkunden: v.l.n.r. Florian Steinbrecher (BBW Josefsheim), Sarah Krummenauer (BBW Heinrich-Haus) und Carolin Seggewiß (BBW Benediktushof). Als erste gratulierten ihnen JG-Vorstandssprecher Dr. Theodor-Michael Lucas (ganz rechts) und JG-Vorstandsmitglied Manfred Schulte (ganz links).

Stolz präsentieren die drei Preisträger ihre Urkunden: v.l.n.r. Florian Steinbrecher (BBW Josefsheim), Sarah Krummenauer (BBW Heinrich-Haus) und Carolin Seggewiß (BBW Benediktushof). Als erste gratulierten ihnen JG-Vorstandssprecher Dr. Theodor-Michael Lucas (ganz rechts) und JG-Vorstandsmitglied Manfred Schulte (ganz links).

Sie sind jung, und dennoch haben sie schon so manche Herausforderung bewältigt, schwere Krisen durchlebt, Rückschläge erlitten. Doch sie haben sich nicht unterkriegen lassen, sind immer wieder aufgestanden: Die Preisträger des Heinrich-Sommer-Preises, der am Dienstag in der Kölner Zentrale der Josefs-Gesellschaft (JG) verliehen wurde. Seit sechs Jahren werden mit diesem Preis – dotiert mit 500 Euro und einer Urkunde – Auszubildende der drei Berufsbildungswerke der Josefs-Gesellschaft ausgezeichnet, die hervorragende Leistungen vollbracht haben. „Damit sind nicht nur gute Noten gemeint, sondern vor allem die persönliche Entwicklung, die Sie während ihrer Ausbildung zurückgelegt haben“, erklärte JG-Vorstandssprecher Dr. Theodor-Michael Lucas in seiner Begrüßungsrede. „Mit dem Heinrich-Sommer-Preis wollen wir Ihnen unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung deutlich machen.“ Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde statt, an der auch die Ausbilder, Angehörige und Freunde teilnahmen und bei der die Preisträger mit einer individuellen Laudatio geehrt wurden.


„Stolz auf meinen Werdegang“


Regale im Supermarkt auffüllen – so sahen vor wenigen Jahren noch Sarah Krummenauers berufliche Zukunftsperspektiven aus. Ihre Fähigkeiten waren verschüttet, ihre Potentiale wurden nicht erkannt. Heute ist sie eine selbstbewusste angehende Bürokauffrau, die für die Zeit nach ihrer Ausbildung bereits eine Stellenzusage in der Tasche hat: Sie wird im Verwaltungsbereich des Heinrich-Hauses in Neuwied arbeiten, der Einrichtung der Josefs-Gesellschaft, in deren BBW sie auch ihre Ausbildung absolviert. „Darüber freue ich mich sehr“, strahlte Sarah Krummenauer bei der Preisverleihung. „Ich bin stolz auf meinen Werdegang. Es geht bergauf, ich habe einen Job, eine Wohnung und es könnte gar nicht besser laufen.“ Der Preis sei für sie eine Bestätigung, dass sie einiges richtig gemacht habe. Als die größte Weichenstellung in ihrem Leben bezeichnet die 21-Jährige die Entscheidung für eine Ausbildung zur Bürokauffrau, die sie im Rahmen einer Berufsvorbereitenden Maßnahme im BBW des Heinrich-Hauses getroffen hat. „Dort habe ich viel Unterstützung erhalten, aber nicht auf eine Art und Weise, dass mir alles aus der Hand genommen wurde“, erinnert sie sich. „Es wurden mir vielmehr Möglichkeiten aufgezeigt. Die Chancen nutzen musste ich dann schon selbst.“


Viel Motivation und Ansporn


Auch Carolin Seggewiß hat ihre Chancen genutzt: Die 22-Jährige, der man einst den Hauptschulabschluss nicht zutraute, begegnete im BBW des Benediktushofs in Maria Veen Menschen, die an sie glaubten. Sie setzten sich dafür ein, dass Carolin Seggewiß im BBW eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme beginnen konnte. Mit Erfolg. „Heute stehen Sie vor uns als eine junge Frau mit positiver Ausstrahlung, die mit beiden Beinen im Leben steht“, lobte JG-Vorstandsmitglied Manfred Schulte. Carolin Seggewiß hat ihre Ausbildung zur Hauswirtschaftshelfern im Januar erfolgreich, mit sehr guten Noten, abgeschlossen und direkt im Anschluss eine Stelle bekommen: Bei der Transfair Montage, einem Tochterunternehmen der Josefs-Gesellschaft. Hier ist sie jetzt für die Pflege und hauswirtschaftliche Betreuung von Bewohnern und Werkstattbeschäftigten des Benediktushofs zuständig. „Die Arbeit macht mir großen Spaß“, freut sie sich. „Ich finde es toll, zu wissen, dass ich Menschen helfen kann.“ Dabei kommt auch ihre große Leidenschaft, das Kochen, zum Einsatz. An ihre Ausbildung erinnert sie sich gerne: „Im BBW des Benediktushofs habe ich sehr viel Motivation und Ansporn bekommen“, sagt Carolin Seggewiß. „Und da waren Menschen, die auch in Krisenzeiten ein offenes Ohr hatten und mit mir zusammen nach Lösungen gesucht haben.“


„Danke für eure Offenheit und Toleranz“


„Wie Sie Musik machen und wie Sie zeichnen, mutig, individuell und mit Freude, so gestalten Sie auch Ihr Leben“, fasste Manfred Schulte die bewegte Vita des Preisträgers Florian Steinbrecher zusammen. Der vielseitig talentierte angehende Produktdesigner absolviert eine Ausbildung im BBW des Josefsheims in Bigge. Seit seiner Geburt ist er vom Tourette-Syndrom und damit sogenannten „Tics“ betroffen, bei denen der Körper oder die Stimme unkontrollierbare und oft heftige Signale abgeben. Dies hindert den 20-Jährigen jedoch keineswegs daran, mit Begeisterung seinen Hobbies nachzugehen, voll integriert zu sein und nicht zuletzt seine beruflichen Ziele geradlinig zu verfolgen. „Das geht nur, wenn man ein Selbstbewusstsein entwickelt hat, das tief im eigenen Wesen verwurzelt ist“, so Schulte. Florian Steinbrecher dankte seinen Freunden, Kollegen und Ausbildern im BBW - "für eure Toleranz, Unterstützung und Offenheit, auch an schwierigen Tagen!“

 

Kontakt:
Josefs-Gesellschaft                        
Nina Louis
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Zentrale)
Custodisstr. 19-21
50679 Köln
Telefon: 0221 88998-116
E-Mail: presse@josefs-gesellschaft.de