Drei fröhlich schauende Jugendliche

Jugendhilfe

Unlösbare Konflikte in der Familie, Drogenprobleme der Eltern, Gewalt oder Missbrauch, psychische Probleme – Herausforderungen wie diese können viele Familien alleine nicht bewältigen. Zwar denkt und handelt jedes Familienmitglied so gut wie es ihm möglich ist, normalerweise ohne bewusst eine schlechte Absicht damit zu verfolgen. Doch wenn ein negatives und zerstörerisches Klima entstanden ist, in dem Eltern nicht mehr Eltern und Kinder nicht mehr Kinder sein können, dann ist Hilfe von außen gefragt.
In manchen Fällen ist es sogar sinnvoll, wenn gerade Kinder und Jugendliche zunächst einmal Abstand von den Problemen in ihrem Elternhaus gewinnen. Denn sie brauchen für ihre Entwicklung stabile Beziehungen und geregelte Strukturen, um ihr Leben meistern zu können.

Wertvolle Unterstützung leistet hier die Jugendhilfe Marienhausen, zugehörig zum St. Vincenzstift Aulhausen. 80 Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 21 Jahren erhalten hier pädagogische und psychologische Betreuung in stationären Wohngruppen, teilstationären Tagesgruppen, beim Trainingswohnen oder im betreuten Wohnen. Ziel ist es, dass die jungen Menschen sich gut aufgehoben und angenommen fühlen – mit all ihren gelernten, vielleicht auch aggressiven und destruktiven Verhaltensweisen. Auf dieser Basis können sie sich dann zu selbstbewussten, sozial kompetenten  Persönlichkeiten entwickeln.

Im Mittelpunkt: der Mensch

Bild: Yannick, Bewohner der Jugendhilfe Marienhausen

"Ich fühle mich in meinen Ideen und Wünschen ernst genommen und unterstützt. Hier habe ich die Möglichkeit, mich mit anderen Jugendlichen auszutauschen. Mit den Erziehern komme ich gut zurecht. Besonders wichtig ist mir auch die gute Zusammenarbeit mit meiner Mutter.
Im nächsten Jahr möchte ich meine Lehre in der Schreinerei des
St. Vincenzstifts machen. Das ist mein größter Wunsch, dass es klappt."

Yannick H., Bewohner der Jugendhilfe Marienhausen